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Abendliches Vergnügen in Pubs und Restaurants
In der Geschichte der Menschheit ist es keine Neuheit, dass man beim Verzehr einer guten Speise oder bei einem Glas Wein besser diskutieren und den Abend genießen kann. Geselligkeit tut dem Menschen gut, und ein perfekt angerichtetes Mahl umso mehr.
Essen stärkt
Ob Kneipe, Gaststätte oder Restaurant – gastronomische Einrichtungen bieten sämtlich abgesehen vom Kulinarischen ein geselliges Ambiente. In der Stammkneipe wird das Bier schon auf den Tisch gestellt, bevor die Bestellung aufgegeben werden muss. Auch der Lieblingsitaliener kennt die speziellen Vorlieben und Wünsche des jeweiligen Gastes, und das mögen die Besucher gern: Kunden kehren immer wieder in die Lokalität ein, in der sie sich persönlich willkommen und pudelwohl fühlen. Für manchen ist bedeutet dies edle Atmosphäre und erstklassiger Service, hochwertige Qualität und perfekt präsentierten Speisen. Andere bevorzugen Restaurants in einem lockeren Umfeld, gesprächige Kellner oder eine heimelige Stimmung. Im Allgemeinen versteht man unter Restaurant eine gehobene Gaststätte, in der Getränke und Speisen angeboten werden. Das Wort “Restaurant” entstand in Frankreich des 18. Jahrhunderts: Ein Suppenverkäufer mit dem Namen Boulanger nannte seine angebotenen Suppen “restaurants“, was der französischen Substantivierung aus restaurer, ‚wiederherstellen’ bzw. ‚stärken’ entspricht – denn seines Erachtens erlangt der Gast nach seiner Suppe mehr Kraft und Ausdauer. Bei Boulanger hatte der Gast erstmals eine Auswahl an unterschiedlichen Suppenvariationen und konnte somit à la carte bestellen.
Rituale und Gewohnheiten
Die Ess- und Trinkkultur ist in vielen Teilen der Welt ein fest verankerter Bestandteil des täglichen Lebens. In vielen Kulturen werden Mahlzeiten oder Getränkeaufnahme mit Riten, Zeremonien oder religiösen Abläufen verbunden. Bestimmte Kombinationen, Verarbeitungsmethoden oder Essgewohnheiten spiegeln in vielen Fällen nicht nur das reine Essen einer Region wider, sondern geben einen Blick auf die kulturelle und geschichtliche Vielfalt einer Gesellschaftsgruppe preis. Geht es um die Trinkkultur, so befasst man sich hauptsächlich mit jenen Getränken, die als Genussmittel angesehen werden. Hierzu zählen Kaffee, Tee, Bier, Wein und Spirituosen. Die Aufnahme von reichlich Flüssigkeit ist lebensnotwendig, das Genießen eines eiskalten Biers nicht. Bei der Trinkkultur geht es nicht um Notwendigkeit – Geselligkeit und Rituale stehen im Vordergrund. An Silvester wird die Sektflasche geköpft, und an einem wichtigen Tag darf ein Glas Alkohol in vielen Familien nicht fehlen. Die Teezeit am Nachmittag dient dazu, sich zu entspannen, zu reflektieren oder in angenehmer Gesellschaft abzuschalten. Diese kleinen Rituale sind tief in uns verankert und gar nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Ob es nun die legere Eckkneipe ist, die edle Bar im Stadtzentrum oder das verrauchte, laute Pub – für jedes Alter und jeden Geschmack findet sich die richtige Umgebung. Und diese kann nicht nur den Abend retten, sondern die gesamte Stimmung heben.
Wenn wir heutzutage in Restaurants gehen, um uns zu ernähren oder um uns zu “restaurieren”, genießen wir dabei immer auch die angenehme und gesellige Abwechslung außerhalb unserer vier Wände. Menschen sind neugierige Herdentiere: Sie essen mit Vorliebe in Gesellschaft und gehen gern auf kulinarische Exkursionen. Und es gibt doch wirklich nichts Spannenderes, als die Kochkunst anderer Kulturen zu erforschen.