Es geht doch nichts über einen heißen vollmundigen Kaffe am Morgen! Der aromatische Kaffeegeruch kurz nach dem Aufstehen – das gibt vielen den richtigen Koffeinkick, um in den Tag zu starten. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind dabei vielfältig, doch immer mehr Menschen schwören auf das Kapsel- bzw. Pad-System. Deshalb haben wir zwei Automaten unter die Lupe genommen und miteinander verglichen: die Dolce Gusto und die Tassimo Maschine.
Ein Milchkaffee zum Frühstück, in der Mittagspause ein Latte Macchiato, zum Kuchen den Cappuccino und abends zur Verdauung noch ein Espresso – in Deutschland keine Seltenheit, denn der leckere Wachmacher wurde kürzlich zum Lieblingsgetränk Nummer 1 gekürt. Er ist nach Erdöl das größte Welthandelsprodukt und erfreut sich bei jeder Generation an großer Beliebtheit. Viele – wie auch ich – schwören auf einen Kaffeeautomaten, der mit dem sogenannten Kapsel- bzw. Padsystem funktioniert. Die Vor-und Nachteile des jeweiligen Systems spiegeln sich in unseren ausgewählten Automaten wieder.
- Unsere Kapselmaschine: Krups KP2000 Dolce Gusto
- Unsere Padmaschine: Tassimo T40 (Bosch TAS 4012)
1. Die Optik
Die Tassimo Maschine wirkt sehr robust, steht zuverlässig auf dem Untergrund, wackelt nicht und macht eine gute Figur – mit seinen vielen verschiedenen Farbvariationen sollte sich der Automat optimal in jedes Küchenambiente einfügen. Die Menüführung am Bedienungsknopf ist übersichtlich und auch für unerfahrene Besitzer mehr als selbsterklärend. Durch die geschwungenen Seitenflächen bekommt die Tassimo T40 ein besonders frisches Design und die Abstellfläche für die Tassen ist in der Höhe verstellbar. Einziges Manko: Die Maschine ist relativ schwer, sodass man sie am besten immer an der gleichen Stelle stehen lassen sollte.
Betrachtet man die Krups KP2000 Dolce Gusto, erkennt man schnell, dass das Design ein wenig außergewöhnlicher ist. Der Wassertank ist eher rund, während der Standfuß auch hier für die nötige Stabilität sorgt. Die Abstellfläche ist verstellbar und das um einiges mehr als bei der Tassimo. So kann auch der Espresso in kleinen Tassen ohne Geplämper zubereitet werden. Ein Menü gibt es nicht, sondern lediglich einen Hebel, der aber ebenso komfortabel bedient wird, wie ein moderner Knopf. Die Krups KP2000 ist besonders leicht, sodass man sie auch mal ohne Probleme zu Freunden mitnehmen kann.
2. Die Handhabung
Die Tassimo T40 ist einfach zu bedienen – man legt einfach ein Kaffee Pad ein, drückt den Deckel herunter und wartet darauf, dass das Wasser sich ausreichend erhitzt hat. Dann drückt man nur den Knopf und die schwarze Delikatesse ist bald bereit zum Genießen. Um die Menge des jeweiligen Getränks braucht man sich hier nicht kümmern, denn ein Pad ergibt immer ein Getränk. Für Latte Macchiato und Kakao braucht man hingegen zwei Pads: nacheinander eins für die Milch und eins für den Espresso/Kakao. Zur Reinigung sind so gut wie alle Teile einzeln zu entnehmen oder an der Maschine mit einem Putzlappen gut zugänglich. Der Wassertank hält relativ lange und sollte nach ca. 5-6 großen Tassen aufgefüllt werden.
Die Krups KP2000 Dolce Gusto ist in der Handhabung ebenfalls ziemlich einfach. Durch die Kapseln wird die Menge des Getränks immer portioniert, den Regler muss man hier jedoch leider öfter im Blick behalten. Auch mit der Dolce Gusto kann man Kakao machen, obwohl sie eher für Kaffeespezialitäten ausgelegt ist. Die Reinigung geht ebenfalls leicht von der Hand.
3. Kosten
Kommen wir nun zu einem Punkt, der die meisten Kaffeetrinker wohl am meisten interessiert. In der Anschaffung ist die KP2000 Dolce Gusto vom deutschen Unternehmen wesentlich günstiger – sie ist in der günstigsten Variante schon für 75 Euro erhältlich. Für die Tassimo T40 hingegen muss man rund 139 Euro hinlegen. Doch das könnte man als ambitionierter Kaffeeliebhaber natürlich noch verkraften, immerhin gibt sie uns auch unendlich viele Tassen unseres Lieblingsgetränks aus. Doch bevor sie das erst einmal tun kann, braucht sie Futter – die Pads bzw. Kapseln. Im Vergleich:
- Tassimo Kapsel: 16 kleine Tassen (je ein Pad) für 4,49 – umgerechnet 28 Cent für eine Tasse – das ist durchaus ein fairer Preis. Andere Kaffeegetränke aus der Tassimo sind dennoch teurer.
- Krups KP2000 Dolce Gusto: 16 kleine Tassen (je eine Kapsel) für 4,64 Euro – umgerechnet 29 Cent für eine Tasse – das macht kaum einen Unterschied, man muss allerdings dazu sagen, dass die Ausgabemenge hier kleiner ist als bei der Tassimo.
4. Geschmack
Der Geschmack ist natürlich das, was zählt und somit ein wichtiges Kriterium. Vor allen Dingen spielt der Druck, mit dem der Kaffee herausgepresst wird, eine große Rolle, da somit das gesamte Aroma entsteht. Die Dolce Gusto macht dabei einen besseren Eindruck, da sie einen sehr hohen Druck erzeugt. Die Tassimo dagegen schlägt sich eher mäßig. Die Schnelligkeit überzeugt dagegen bei beiden Maschinen. Auch das Aussehen kann überzeugen – das Auge trinkt ja bekanntlich mit. Einziges Manko: Der Milchschaum schmeckt bei beiden Maschinen eher süß und künstlich und löst sich schnell auf – schade, denn beim Latte Macchiato ist so etwas lebenswichtig! Generell kann man jedoch sagen, dass der Kaffee/ Espresso/ Cappuccino aus der Krups KP2000 Dolce Gusto besser schmeckt.
5. Fazit
Bei den Folgekosten unterscheiden sich die beiden Maschinen kaum. Lediglich die Milchkapseln sind bei der Dolce Gusto teurer – Vieltrinker, die gern Milchkaffee trinken, können die Milch jedoch auch mit normaler Milch ersetzen. Wer das Maximum an Geschmack seines Lieblingsgetränks herausholen möchte, sollte sich in diesem Falle eher für die Krups KP2000 entscheiden, denn die spezialisiert sich auf Kaffee. Die Tassimo macht hingegen eine bessere Figur bei der Zubereitung von Kakao oder Tee, sodass die Maschine immer auf den persönlichen Bedarf abgestimmt werden muss.
