Es ist nicht immer Zeit und Geld für den Urlaub auf Mallorca vorhanden. Zum Glück gibt es mittlerweile in jeder mittelgroßen Kleinstadt ein paar Engagierte, die den Sommer über eine Bar aufbauen und davor eine Lastwagenladung mit Sand schütten. Das sind beliebte Treffpunkte, die gut frequentiert werden. Man kann sich auf seinem Platz einrichten und die Atmosphäre genießen. Jeder, der hier hinkommt, will gut drauf sein.
Da es diese Art von Bar – wie bereits erwähnt – mittlerweile überall gibt, sollte beim nächsten Aufenthalt unbedingt danach Ausschau gehalten werden. In größeren Städten ist es gut möglich, dass man inmitten eine Häuserzeile einen freien Platz findet, in dem findige Studenten diesen Ort besetzt haben, um Mallorca in eine Baulücke zu setzen. Die oft nur temporären Bars besitzen aber dennoch einen Grad an Professionalität, der mit festen Standorten mithalten kann.
Da es sich um eine „Strandbar“ handelt, sind die Anforderungen zugegebenermaßen auch andere, als bei einer herkömmlichen Location. Trotzdem sind die Theken stilecht, von Plastikpalmen umgeben, das Dach mit Palmenblättern abgedeckt und das bedruckte Plissee in der Bar in Gelb und Blau gehalten. Aber der eigentliche Reiz, liegt in der Kulisse bei Tage. Man liegt mit seinem Caipi im Sand unter dem Sonnenschirm, links und rechts aufragende Gebäude, und als Panorama die Betriebsamkeit des Alltags über der man schwebt.
Das klingt absurd, ist aber äußerst erholsam, wenn man aus einer Welt in die andere schaut. Dabei ist der Aufwand nicht einmal übermäßig. So kann leicht verstanden werden, warum junge Leute überall ein bisschen Holz, etwas Markisenstoff und eine Ladung Sand bestellen, um es sich gemütlich zu machen. Anstatt sich mit der Situation abzufinden, kann das Beste daraus gemacht werden, und das scheint momentan ein Platz in der Strandbar, während der Happy Hour im Nirgendwo zu sein.